Veranstaltungsreihe zum 25. Todestag von Amadeu Antonio

Amadeu AntonioRassismus äußert sich gegenwärtig wieder offener und brutaler.

Bitte die Termine der höchst aktuellen Veranstaltungen anlässlich des 25. Todestages von Amadeu Antonio vormerken, weiterleiten, in Veröffentlichungen darauf hinweisen und/oder per Flyer / Plakat bekannt machen. Dafür im Anhang die Dateien mit allen Angaben. Wer gedruckte Flyer oder Plakate kostenfrei benötigt, sende bitte eine Mail an pazifissimo(at)googlemail.com – mit Anzahl der gewünschten Flyer / Plakate und einer Adresse.

Wir hoffen, dass viele Menschen die Veranstaltungen besuchen. Machen Sie sich / macht Euch bitte auf den Weg, z.B. zum Gedenken am 6.12. gemeinsam mit geflüchteten Menschen, mit Bekannten und Verwandten.

Wir grüßen Sie / Euch für die Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“,

Augusto Jone Munjunga, Baran Dincer, Steffen Ehlert, Nhung Pham Thi, Florian Görner und Dieter Gadischke

Veranstaltungen in Erinnerung an den Tod von Amadeu Antonio:

Freitag, 20.11.2015, 19.30 Uhr

Rassismus wahrnehmen, benennen und zu seiner Überwindung beitragen.

Impulsreferat und Aussprache mit Austen P. Brandt, Vorsitzender von Phoenix e.V., Duisburg;

Ort: Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Puschkinstraße 13

Freitag, 4.12., 18 Uhr

Feierliche Verleihung des 1. Amadeu Antonio Preises

Ort: Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Puschkinstraße 13

Sonntag, 6.12., 15 Uhr

Gedenken am 25. Todestag – „Wir sind hier, Bruder Amadeu“

Ort: Gedenktafel an der Eberswalder Straße 26, anschließend Kaffee und Begegnung im Afrikanischen Kulturverein Palanca e.V., Coppistraße 1- 3

Donnerstag, 10.12., 19.30 Uhr (Tag der Menschenrechte)

„Mein Weg vom Kongo nach Europa“ Zwischen Widerstand, Flucht und Exil

Autorenlesung und Gespräch mit Emmanuel Mbolela

Ort: Bibliothek im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio, Puschkinstraße 13

F.E.T.E lädt gemeinsam mit vielen anderen Organisationen ein.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aktionen | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Einladung zum Begegnungsfest am 20. Juli in Eberswalde

Am 20. Juli 2015 in der Zeit von 14:00 bis 18:00 Uhr findet ein Begegnungsfest im Brandenburgischen Viertel in der Straße Zum Schwärzesee/Ecke Prignitzer Straße statt. Wir würden uns freuen, wenn Ihr/Sie die Information zu dem Fest weitergeben und gerne auch persönlich vorbei kommen, um gemeinsam mit Asylsuchenden und Nachbarn das Ende des Ramadan feiern.

Das Fest wird organisiert vom Runden Tisch Willkommen in Eberswalde, der sich auch weiterhin über weitere Mitstreiter/innen freut.

Veröffentlicht unter Aktionen, Lokal | Verschlagwortet mit , | Kommentar hinterlassen

F.E.T.E. mit Can’t be Silent in Oranienburg

Wir sind am 24. Juni im Rahmen der Ausstellung Ein:Ausgeschlossen in Oranienburg und zeigen wieder den Film „Can’t be Silent“ und führen anschließend eine Diskussionsrunde durch. Auch wenn es schon unsere dritte Veranstaltung dieser Art ist, ist der Film immer wieder sehenswert. Auch in Oranienburg stellt man sich mit dieser Veranstaltung der Flüchtlingsdebatte und will mit dem Film, wie mit der gesamten Ausstellung, für die Schicksale der Geflüchteten sensibilisieren. Wer Zeit und Lust hat, kann ja vorbeikommen. https://www.oranienburg.de/…/ausstellung_%C2%BBein:ausgesch…

Veröffentlicht unter Aktionen, Überregional | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Filmreihe zum Thema Flüchtlingsschicksale im Joachimsthaler Heidekrug

Am Freitag, 13.03.2015 um 19:30 Uhr den Dokumentarfilm Land in Sicht von Judith Keil & Antje Kruska (Deutschland 2013, 93 Minuten). Eine der Regisseurinnen kommt zum Publikumsgespräch. Eintritt 5 Euro.

Am Samstag, 14.03.2015 um 19:30 Uhr den Dokumentarfilm Can’t be silent von Julia Oelkers und Lars Maibaum (Deutschland 2013, 85 Minuten). Dieser Film lief im Herbst 2014 schonmal in Eberswalde. Eintritt ebenfalls 5 Euro.

Am Sonntag, dem 15.03.2015 um 10.30 Uhr den DEFA-Spielfilm Als Unku Edes Freundin war von 1980. Der Eintritt beträgt für Kinder 1,50 € und für Erwachsene 3,00 €.

Links zu den Veranstaltungen findet man hier:

http://heidekrug.org/kulturhaus-programm/kino:2/dokumentarfilmlandinsicht:137/

http://heidekrug.org/kulturhaus-programm/kino:2/dokumentarfilmcantbesilent:158/

http://heidekrug.org/kulturhaus-programm/kinderkino:10/kinderkinoalsunkuedesfreundinwar:123/

 

Veröffentlicht unter Aktionen, Lokal | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Gut besuchte Veranstaltung „Still ruht der See“ im Amadeu Antonio Haus Eberswalde

Still ruht der SeeDie Veranstaltung „Still ruht der See – Eberswalde nach den Mord an Amadeu Antonio“ war gut besucht. Beleuchtet wurde, wie die Stimmung in Eberswalde nach dem Mord an Amadeu war. Dazu lasen wir aus Zeitungsartikeln und Dokumenten aus der Zeit nach 1990 und veranstalteten eine Diskussionsrunde mit Zeitzeugen, u.a. die damalige Partnerin von Amadeu Antonio, Gabriele Schimansky sowie Mioses Mvuama und Augusto Jone Mujunga vom afrikanischen Kulturverein Palanca.
Der Mob, der Amadeu jagte, war mitnichten ein Einzelfall: es gab mehrere Übergriffe, Prügeleien und Einbrüche, wenn auch nicht mit tödlichen Ausgang, wie die Lesung von verstörenden Medienberichten und Dokumenten aus der Zeit zeigte. Auch der Umgang der Öffentlichkeit mit dem Fall spricht Bände: gerne wollte man den Mord als Kneipenschlägerei abtun und rassistische Mobs in Eberswalde nicht als generelles Problem der Mehrheitsgesellschaft wahrhaben, sondern eher als Einzelfälle und Randphänomene. Auf die Frage woher dieser „plötzlich Ausbruch des Rassismus“ kommt, kam einhellig die Antwort dass dieser schon vorher existierte aber im DDR-Staat unter der Decke gehalten wurde. Erst die Wende brachte den Rassismus offen zu Tage.

Was hat sich bisher in Eberswalde verändert?

Gerne wird angemerkt, dass sich Eberswalde seither viel geändert hat. Das mag sicher zum Teil stimmen: auch unsere Veranstaltung zeigte zaghafte Versuche damaliger Initiativen sich gegen den Rassismus in der Stadt zu Wehr zu setzen und ein neues Klima zu etablieren. Rassistische Mobs, die Jagd auf Schwarze machen und deren Frauen nachts überfallen, gibt es in Eberswalde sicher nicht mehr und auch keine Zeitungen, die gerne das Wort „Neger“ für die Opfer verwenden. Trotzdem bleibt noch viel zu tun: erst 2012 gab es eine hässliche Debatte um den Vorschlag die Heegermühler Straße in Amadeu-Antonio-Straße umzubenennen. In dieser Debatte gab es viele rassistische Ausfälle seitens derer, die die Umbenennung gerne verhindern wollten. Eberswalde gibt sich also nach außen gerne weltoffen und tolerant, im Innern existiert weiterhin ein tief sitzender Alltagsrassismus fort, wie in anderen Städten auch. Es bleibt also noch viel zu tun!

Hier kann man die Zeitungsartikel nachlesen, die auf der Veranstaltung z.T. verlesen wurden. (Achtung 30MB!)

Hier findet man die Berichterstattung der Märkischen Oderzeitung vom 28.02.15 zur Veranstaltung als Scan.

 

Veröffentlicht unter Infos, Lokal | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen