Neuste Umtriebe der Nazis im Barnim

Viele Nazis behaupten ja gerne, dass ihre Weltanschauung eine politische Meinung wie jede andere ist, die nur deshalb bekämpft wird, weil sie angeblich zu kritisch, zu wahr und zu scharfsinnig ist oder weil die meisten Menschen genau so denken. Nein, die Nazis und ihre faschistische Ideologie werden bekämpft weil ihre „Meinung“ keine Meinung, sondern ein Verbrechen ist. Die wenigsten Menschen denken so und sie ist nicht im geringsten wahr oder scharfsinnig, sondern einfach nur dumm. Wir wollen in diesem Blog in Zukunft regelmäßig über die Aktivitäten der lokalen Rechtsextremen berichten und ihren politischen Gehalt entlarven. Im letzten Monat gab es davon einiges.

Fackelträger voran!

Am 27. Januar hat die lokale NPD eine kleine Gedenkveranstaltung für die deutschen Opfer des „zweiten dreißigjährigen Krieges von 1914-1945“ abgehalten. Dieser Zeitraum umfasst zwar 31 Jahre und forderte pi mal Daumen hundert Millionen Tote mehr als der „erste“ Dreißigjährige Krieg, aber dass die Nazis keine Geschichtsversteher sind ist ja hinlänglich bekannt. Die eigentliche Provokation liegt in der Wahl des Datums. Am 27. Janaur 1945 wurde nämlich das KZ Auschwitz durch sowjetische Truppen befreit. Auschwitz steht quasi sinnbildlich für den fabrikmäßigen Massenmord an Millionen Menschen während des Nationalsozialismus. Außerdem ist es anscheinend gerade bei den Rechten Mode, die Deutschen als Opfer des Krieges zu verkaufen. Natürlich sind unschuldige deutsche Frauen und Kinder, die im Krieg umgekommen sind Opfer, aber eben genau von der selben faschistischen Ideologie der auch Russen, Juden, Sinti, Roma u.a. zum Opfer gefallen sind. Natürlich hatten die Nazis das Ziel uns „linke Gutmenschen“ zu provozieren. Aber der Bericht mit seinem peifigen militaristischen Duktus läd eher zum Lachen ein, vorallem wenn man sich vorstellt, wie sich die Nazis bei -18 Grad den Arsch abgefroren haben.

Klavierseiten sind nicht nur zum klimpern gut…

Weiterhin wurden im Nazi-Blog Altermedia, Mordrohungen gegen Barnimer Antifaschisten und auch gegen den Barnimer Landrat a.D. Bodo Ihrke geäußert, der ja ansonsten des Antifaschismus unverdächtig ist. Hintergrund ist der, dass der Lokale Aktionsplan Barnim (LAP) eine Broschüre zum Thema Todesstrafe und der Nazi-Instrumentalisierung des Joachimsthaler Protests gegen den dort lebenden Sexualstraftäter Werner K. veröffentlicht hatte, für die Bodo Ihrke ein Vorwort geschrieben hat. Es ist interessant, dass die Nazis dabei gleich Sympathien zu „Kinderschändern“ unterstellen, dabei sind es doch eben sie  und insbesondere ihre geistigen Ahnen, die massenhaft Kinder ermordet oder bei widerlichen Experimenten in Konzentrationslagern misshandelt haben.
Ein Kommentar auf Altermedia ruft indirekt zum Mord auf:

„Klaviersaiten sind nicht nur zum klimpern gut, vielleicht zeigt denen mal jemand (gemeint ist der ehemalige Landrat und engagierte Bürger, Anm. d. Autors), dass es im Landkreis Barnim schon einige starke Maedchen und starke Jungen gibt!“

Zum Glück ist davon auszugehen, dass die hiesiegen Nazi-Strukturen derzeit nicht stark genug sind, um solche Drohungen auch nur ansatzweise wahr zu machen. Dies haben wir engagierten Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken, die sich gegen die rechten Dumpfbacken in der Region stark machen. Das Engagement muss aber weitergehen, damit die Nazis keine Füße auf den Boden bekommen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Infos abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Neuste Umtriebe der Nazis im Barnim

  1. Pingback: Eberswalde - Blog - 17 Feb 2010

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s