Nazi-Party in Hohenfinow aufgelöst

Bereits am Montag berichtete die MOZ in einem winzigen Artikel auf Seite 11, über eine Party des KMOB (Kameradschaft Märkisch Oder Barnim), die am 20. März in Hohenfinow stattfand und von der Polizei aufgelöst wurde. Man befürchtete, dass rechtsextreme Straftaten begangen werden könnten. Laut Polizei wollten bei der Veranstaltung etwa 75 Personen teilnehmen. Der Artikel stellt richtiger weise fest, dass die KMOB bislang eher ein Thema für den Landkreis MOL und insbesondere für Bad Freienwalde und Umgebung war, wo sie bereits öfter in Erscheinung getreten ist. Abgesehen von den Nazi-Aufmärschen in Joachimsthal, wurde sie im Barnim bislang nicht so aktiv. Die Kameradschaft will deshalb auch hier in der Region aktiver werden. Sie ist bereits über den Nordosten des Barnim, bis in die Uckermark hinein vernetzt. Auf ihrer Internetseite gibt es einen Link zum (sehr schlecht gemachten) Webauftritt der sog. „Freien Nationalisten Uckermark“ (FNUM). Man kann davon ausgehen, dass die KMOB und die FNUM öfter miteinander zusammenhängen bzw. die selben Leute dahinter stecken.
Wir berichteten bereits über die „Märkischen Aktionswochen“, die die KMOB großspurig im Internet angekündigt hat. Hierzu liegen wohl bereits Anmeldungen bei der Polizei vor. In Eberswalde geht es laut Ankündigung am 5. Juni um „Linke Gewalt“ und die „Akzeptanz Andersdenkender.“
Linke Gewalt in Eberswalde? Ausgerechnet in der Stadt, in der vor 20 Jahren Amadeu Antonio und vor 10 Jahren Falko Lüdke ermordet wurde.
Ob die Nazis aber einfach so am Rande des Eberswalder Stadtfests FinE aufmarschieren dürfen, ist eine andere Frage. Auch ob die KMOB-Nazis überhaupt so viel Manpower haben, um ihre Aktionswochen würdig durchführen zu können ist fragwürdig. Trotzdem werden Gespräche über eventuelle Gegenstrategien stattfinden, denn wir werden Nazi-Aufmärsche in Eberswalde und anderswo nicht dulden.

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Über Jugendbündnis F.E.T.E.

Das F.E.T.E. ist ein Bündnis aus jungen Leuten, das sich in der Stadt Eberswalde und Umgebung gegen Rechtsextremismus und insbesondere gegen rechte Subkultur engagiert.
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2 Antworten zu Nazi-Party in Hohenfinow aufgelöst

  1. Pingback: Eberswalde - Blog - 24 Mar 2010

  2. Jugendbündnis F.E.T.E. schreibt:

    Aufgrund von Nachfragen nach der Quelle möchten wir euch den MOZ-Artikel hier zur Verfügung stellen:

    Polizei löst Treffen auf
    >
    > Hohenfinow (wer)
    > ein Treffen mit rechtsextremistischem Hintergrund hat die Polizei am
    > Sonnabend in Hohenfinow (Barnim) aufgelöst. Die Zusammenkunft soll von
    > der Kameradschaft Märkisch oder Barnim (KMOB) organisiert worden sein.
    > Bislang waren die Akteure lediglich im Landkreis Märkisch-Oderland
    > aktiv. Nach Angaben der Polizei wollten rund 75 Personen an dem
    > Treffen in einer Gaststätte teilnehmen. weil Hinweise vorlagen, dass
    > rechtsextremistische Straftaten begangen werden könnten, sei die
    > Veranstaltung mit starkem Polizeiaufgebot aufgelöst wörden.
    >
    >
    >
    > Der Artikel ist am 22.März auf Seite 11 (überregionaler Teil)
    > in der Märkischen Oderzeitung erschienen.

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