Stand des DOSTO auf dem Hussitenfest angegriffen

Pressemitteilung des Bernauer Jugentreffs DOSTO:

Am Wochenende wurde unser Getränkestand auf dem Hussitenfest, dessen Aktive und Besucher_innen mehrfach von Nazis angegriffen. Dabei wurde ein Jugendlicher geschlagen, eine weitere Jugendliche bespuckt und mehrere Personen bedroht und beschimpft. Außerdem wurde die Fahne des Jugendtreffs vom Stand heruntergerissen.

Seit Jahren organisieren wir auf dem Mittelaltermarkt des Bernauer Hussitenfestes einen Stand und verkaufen Getränke und beteiligen uns mit unserer Feuershowgruppe an künstlerischen Auftritten. Seit Jahren bleibt dies nicht unbemerkt von Nazis aus der Region. Seit Jahren weiß auch die Stadt, dass Nazis auf dem Fest und dem anliegenden Rummel Bier trinken und somit eine Gefahr nicht nur für uns, sondern vor allem für die internationalen Gäste und Händler_innen, Menschen mit Migrationshintergrund und für alle Anderen, die nicht ins beschränkte Weltbild der Nazis passen, darstellt.

Wir kennen kein Jahr in dem wir nicht bedrohliche Blicke und beleidigende Sprüche von vorbeigehenden Nazis bekommen haben. Doch an diesem Wochenende haben diese eine deutliche Grenze überschritten: Wir wurden ganz gezielt provoziert, beschimpft und bedroht!

Wir kennen einige der Angreifer,weil sie regelmäßig auf Naziaufmärschen auflaufen: Es sind Nazis aus Bernau und der Umgebung, die das Fest nicht nur zum Saufen nutzten, sondern auch um uns bewusst einzuschüchtern und uns vom Fest zu verdrängen!

Wir lassen uns nicht einschüchtern, und fordern die Stadt auf, deutliche Maßnahmen gegen Nazis in Bernau zu ergreifen, die Angriffe nicht zu verharmlosen und den Betroffen ihre Unterstützung zu zeigen!

Am 3. Juli werden wir ein Konzert aus Solidarität mit den Betroffenen und aus Protest gegen Nazis veranstalten!

Wir lassen uns den Platz von Nazis nicht nehmen!

Jugendtreff DOSTO/ biF e.V. Bernau, 12.06.2012

An dem Überfall nahmen auch Pascal Rosin und Andreas Rohkol von der NPD teil. Rohkol war, laut Augenzeugenberichten, die Person, die den Jugendlichen schlug, so dass dessen Brille zu Bruch ging. Darüber hinaus verteilten die Nazis kleine Flyer auf dem Fest, was seit Jahren schon, von vielen Menschen wegen der hohen „Nazidichte“ gemieden wird. Kritische Stimmen über diesen Missstand werden in Bernau aber nur ungern gehört.

weitere Infos und der genau Tathergang gibt es hier.

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Über Jugendbündnis F.E.T.E.

Das F.E.T.E. ist ein Bündnis aus jungen Leuten, das sich in der Stadt Eberswalde und Umgebung gegen Rechtsextremismus und insbesondere gegen rechte Subkultur engagiert.
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