Amadeu Antonio – Eberswalder Zustände, Gestern und Heute

Es wird eine weitere Diskussionsveranstaltung zum Thema Amadeu-Antonio-Straße geben, nachdem es bereits eine am 30.04. in Finow gab zu der allerdings nicht alle Interessierte erscheinen konnten. Die Diskussionsveranstaltung wird diesmal vorrangig von den Initiatoren und Unterstützern des Umbennungsprojektes organisiert und steht
allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen. Die Veranstaltung wird vom Afrikanischen Kulturverein Palanca e.V. und der Barnimer Kampange Light Me Amadeu organisiert.

Die Veranstaltung wird am 29.05. um 18:00 Uhr im Freiraum Eberswalde, Eisenbahnstr. 92-93 (Medienhaus) stattfinden und firmiert unter den Titel “Amadeu Antonio – Eberswalder Zustände Gestern und Heute”

Bei dieser Veranstaltung geht es nicht nur um die Umbennung an sich, sondern auch um alltagsrassitische Erfahrungen, die Betroffene immer wieder in Eberswalde machen und was es in Eberswalde leider noch bedeuten kann, eine andere Hautfarbe zu haben.

Wir haben uns auf diesen Blog leider noch nicht ausgiebig mit der Straßenumbennung und der dazugehörigen Debatte beschäftigt, da dies vornehmlich auf anderen Kanälen erfolgte. Wir holen dies aber mit einer genauen Betrachtung in Form eines offenen Briefes nach.

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Jusos im Barnim: Unwürdige Diskussionen um würdiges Gedenken

von Martin Ehlers und Florian Görner

Bereits seit einiger Zeit wird in Eberswalde über die Umbenennung der Eberswalder- oder der Lichterfelder Straße in Amadeu Antonio Straße nachgedacht. Wir Jusos haben die zum Teil unwürdigen Diskussionen um ein würdiges Gedenken an Amadeu Antonio intern diskutiert und kritisch begleitet, wenngleich wir uns mit öffentlichen Aktionen und Äußerungen bewusst bisher zurückgehalten haben. Auf Grund von Geschehnissen und Meinungsäußerungen von Einzelpersonen und auch der eigenen SPD, haben wir uns dazu entschlossen, diese Debatte nun auch kritisch in der Öffentlichkeit zu begleiten.

Öffentlich äußern musste sich nun auch der Ortsverein der SPD in Finow, diese Meinung wurde mit einer Pressemitteilung am 04.April 2012 publiziert. Auch der Ortsvorsteher des Brandenburgischen Viertels Carsten Zinn äußerte sich ebenfalls. Wir teilen nicht im vollen Umfang die Meinung der Finower Sozialdemokraten, sowie die des Ortsvorstehers Herrn Zinn, da die darin enthaltene veröffentlichte Argumentation für uns in diesem Umfang nicht nachvollziehbar ist.

Jetzt herrscht eine Debatte nun darüber, ob die Umbenennung der Eberswalder Straße „gegen Rassismus immun“ mache und dies dazu führe, dass Eberswalde dadurch eine „vorbeugende Wirkung“ gegen Straftaten schaffe. Sicherlich tut dies eine Umbenennung nicht, jedoch ging es auch nie darum. Mit der gleichen Argumentation könnte auch die Gedenkstätte Sachsenhausen abgelehnt werden, da diese nicht gegen Faschismus immun gemacht hat oder auch das Stasi- Gefängnis in Hohenschönhausen, da dieses nicht gegen den Kommunismus „immunisierte“. Weiterlesen

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Konsumkritische Aktion zum Mitternachtsshopping in Eberswalde

Am Freitag den 13. April findet in der Eberswalder Altstadt das 8. Mitternachtsshopping statt. Dies nehmen wir – konsumkritische Menschen der Freiraum-Initiative Eberswalde – als Anlass eine Alternative zur konsumorientierten Überfluss- und Wegwerfgesellschaft anzubieten. Mittels einer Kundgebung am Markt, welche einen Verschenkemarkt beinhaltet, wollen wir die solidarische Ökonomie als realistische Alternative zur kapitalistischen Marktwirtschaft vorstellen. Dies geschieht in unmittelbarer Nähe zum Mitternachtsshopping im Altstadtcareè. Ziel ist es, den Mehrwert an Lebensqualität zu steigern, indem die Menschen sich selbst organisieren und Alternativen zum Bestehenden schaffen. Durch einen Verschenkemarkt wird dies besonders deutlich, denn ein gebrauchter Gegenstand kann doppelt Lebensfreude produzieren, wenn mensch ihn verschenkt. Erst freut sich der verschenkende Mensch, dass er seine Sachen los wird und sie gleichzeitig noch sinnvoll gebraucht werden können von anderen Menschen. Die zweite Freude entsteht bei dem Menschen, der etwas Tolles bekommt, was er/sie gebrauchen kann.

Mit dieser Aktion wollen wir auch gleichzeitig auf den Freiraum Eberswalde (_http://www.freiraum-eberswalde.de) _ aufmerksam machen, wo im kommenden Aktionsmonat Mai genau diese Philosophie gelebt und umgesetzt werden soll. Die Initiative hat das Ziel, einen festen Freiraum in Eberswalde zu schaffen und zu etablieren, in den alle Menschen jederzeit kommen können, um sich zu treffen, zu vernetzen, gemeinsam Projekte zu entwickeln und zu verwirklichen. Letzten Mittwoch fand dazu schon das erste große Vernetzungstreffen mit 40 TeilnehmerInnen von verschiedenen Einzelpersonen, Gruppen und Vereinen statt. Dieses freie Kulturzentrum soll Platz für politische wie kulturelle Veranstaltungen und Aktionen bieten. Dazu haben sich auch schon erste Gruppen gebildet und getroffen, welche mit ihren Themen auch die Vielfalt der Möglichkeiten widerspiegeln. Beispielsweise gibt es Theatergruppen, eine große Kochgruppe, eine Schenkladengruppe u.s.w. Ob politisch, spirituell, künstlerisch oder gar in Kombinationen, der Freiraum wird bunt sein.

Des Weiteren können wir als Teil der Freiraum-Initiative auch schon feste Termine verkünden, wie die Beteiligung beim “Grünen Bahnhof” am 6. und 7. Mai und einer Aktion zum Freiwilligentag am 12. Mai mit einer Pflanzkübelbauaktion sowie einer dauerhaften Kunstausstellung.

Mit vielen Menschen werden wir laut und bunt auf unsere Aktion aufmerksam machen. Dieser Zeitpunkt eignet sich hervorragend zur Bildberichterstattung! Wir würden uns freuen, wenn Sie ab 19.00 Uhr am Markt Eberswalde zugegen sein könnten, um das Spektakel zu verfolgen und darüber zu berichten. Ziel ist es, mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf die Freiraum-Initiative und die vielfältigen Projektmöglichkeiten sowie eine alternative, konsumkritischere Lebensweise aufmerksam zu machen, um Alternativen zum bestehenden System anzubieten.

Für inhaltliche Rückfragen (Zitate etc.) wenden Sie sich bitte an diese E-Mailadresse: _Grashalm@riseup.net _ der Verschenkemarkt-AG der Freiraum-Initiative Eberswalde.
Für allgemeine Fragen zum Freiraum wenden Sie sich bitte an _info@freiraum-eberswalde.de _.

Viele Grüße
Freiraum Eberswalde

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Seminar – Die Meinungsfreiheit und ihre Grenzen

Samstag, 25. Februar 2012, 10:00-17:00 Uhr

Im Mittelpunkt des Seminars steht das Recht auf freie Meinungsäußerung, ein wichtiges Grundrecht unserer Demokratie. Die Debatten um die Äußerungen von Thilo Sarrazin und um vermeintliche Tabubrüche haben gezeigt, dass es wichtig ist, sich über mögliche Grenzen der Meinungsfreiheit in der Demokratie zu verständigen. In welchem gesellschaftlichen Rahmen kann freie Meinungsäußerung stattfinden und wo bestehen welche Grenzen? Wie sollte eine öffentliche Debatte unter der Prämisse der Unantastbarkeit der Menschenwürde geführt werden?
Das Seminar versteht sich als praxisorientierte Analyse rund um das Thema Meinungsfreiheit. Dazu wird auch mit aktuellen realpolitischen Beispielen gearbeitet. Ziel des Seminars ist es, den eigenen Standpunkt in Bezug auf die Grenzen der Meinungsfreiheit zu schärfen, Strategien zur Erringung der Meinungshoheit zu erkennen und gegebenenfalls zu widerlegen sowie die eigene Position in der öffentlichen Debatte wirksam zu platzieren.

Das Seminar richtet sich an Interessierte, die sich kritisch mit rechten Einstellungen und Verhaltensweisen sowie den eigenen Demokratievorstellungen und Grenzen der Meinungsfreiheit im öffentlichen Diskurs auseinandersetzen wollen.

ReferentInnen:
Susanne Feustel ist Diplom-Politikwissenschaftlerin, Mitglied im Trainerpool „Argumentationstraining gegen Rechts“ beim Netzwerk für Demokratie und Courage e.V., und führt seit einigen Jahren Trainings u.a. gegen Rechtsextremismus und Rassismus durch. Seit 2008 arbeitet sie beim Landesjugendpfarramt Sachsen in einem Projekt für Demokratie und gegen Rechtsextremismus.
Erik Wolf ist Erwachsenenpädagoge und Medienwissenschaftler. Er ist seit mehreren Jahren in der Bildungsarbeit tätig und verfügt über eine Trainerausbildung des Netzwerks für Demokratie und Courage e.V. Neben seinem Studium war er als freier Trainer tätig, derzeit ist er Jugendbildungsreferent bei der DGB Jugend Sachsen.

Teilnahmebeitrag: 10 Euro (inklusive Verpflegung).
Anmeldefrist: 17. Februar 2012

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Infoveranstaltung zu Dresden-Nazifrei 2012

Am kommenden Mittwoch, dem 1.2., findet ab 19:00 Uhr im Studentenclub Eberswalde eine Infoveranstaltung zu den diesjährigen Gegenprotesten gegen die Naziaufmärsche am 13. Februar und/oder 18. Februar in Dresden statt. Dort gibt es aktuelle Infos über die genauen Aktionen, wann und wo etwas stattfindet.
Außerdem veranstalten wir einen einen Busticketverkauf. Die Tickets nach Dresden für unseren Bus am 18.02. kosten
5,00€, Soli-Preis 10,00€ incl. Hin-und Rückfahrt. Genaue Abfahrtszeiten und Informationen zum Bus aus Eberswalde erhaltet ihr dann dort. Eine gemeinsame Anfahrt am
13.02., um den Fackelmarsch der Nazis auf zu halten, wird auch organisiert.
Genauere Infos über die Naziaufmärsche und die Gegenproteste könnt ihr
auch hier nachlesen.

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